Auf den folgenden Seiten habe ich meine Erfahrungen von meinen Radtouren niedergeschrieben und Berichte über wissenswertes rund ums Radfahren. Über Kommentare, Anregungen und Kritik freue ich mich natürlich auch.
Gestern morgen bin ich mit dem Zug von Hamburg nach Wittenberge gefahren. Nach 1:11 Stunden war ich bereits dort. Die Sonne versuchte den Nebel mit ihrer vollen Kraft zu vertreiben, was ihr auch für ein paar Stunden gelang.
Vom Bahnhof zum Elberadweg waren es gerade mal 5 Minuten. Also fuhr ich auf dem Deich wieder Richtung Hamburg, da ich bis Sonntag mittag wieder dort sein wollte. Ungefähr 170 km sollte die Strecke sein. Um ein kleines Polster zu haben, wollte ich den größten Teil an einem Tag hinter mich bringen.
Wie die Sonne flach über die Elbe leuchtete und das gelbgoldene Herbstlaub den Radweg säumte war schon herrlich. Mit etwas Rückenwind kam ich gut voran. Es war niemand weit und breit auf dem Radweg unterwegs. Man hörte kein Auto und keine weiteren Geräusche, außer den Vögeln (Gänse, Kraniche etc.).
Ich konnte von dem stressigen Alltag abschalten und einfach die Natur und weite Landschaft geniessen. Damit muss ich auch das Fazit, welches ich in meinem Bericht "Elberadweg 2010" abgegeben habe, etwas revidieren. Landschaftlich ist es wirklich schön und weit weitläufig, allerdings ist die Strecke nicht sehr Abwechslungsreich.
Gegen 14 Uhr begann sich der Himmel etwas zuzuziehen und es wurde schlagartig dunkler. Die diesige Sicht trübte etwas meine Anfangs noch so gute und herrliche Stimmung. Aber gut, es geht auf den Winter zu....
Auf dem Weg traf ich noch einen etwas aussergewöhnlichen Wegbegleiter auf vier Rädern (s. Foto unten). Gegen 16 Uhr war es dann schon so dunkel, dass ich das nächste Hotel aufsuchte. Ich hatte aber immerhin schon 120 km hinter mir. Also konnte ich am nächsten Tag ganz entspannt gen Hamburg radeln.
Der nächste Tag begann sehr dunkel und es wurde leider auch nicht heller. Der Nebel nahm einem die Sicht und es war dadurch ziemlich kalt, da die feutchte Kälte überall hinkroch. Ich lies mir den Mut aber nicht nehmen. Schliesslich hatte ich nur 50 km vor mir. Durch die Sicht unter 20 Metern musste ich noch einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, da ich das Schild nicht gesehen habe und so einen kleinen, aber schönen Abstecher durch ein Waldstück nahm.
Auf halber Strecke begegnete ich noch einem Radler aus Dortmund, der ebenfalls nach Hamburg wollte, da er dort noch heute den Zug nach Hause nehmen wollte. Da er aber eine Rast einlegen wollte, fuhr ich weiter. Die 50 km bin ich in guten drei Stunden gefahren und war heil froh, als ich wieder zu hause war und eine heiße Dusche nehmen konnte, da ich z.T. ziemlich durchgefroren war.
Alles in allem muss ich aber sagen, dass dieser Abschnitt ein schöner Wochenendtrip war. Die Herbstluft und die ruhige und schöne Natur lassen einen von der stressigen Großstadt schnell erholen.

