Auf den folgenden Seiten habe ich meine Erfahrungen von meinen Radtouren niedergeschrieben und Berichte über wissenswertes rund ums Radfahren. Über Kommentare, Anregungen und Kritik freue ich mich natürlich auch.
Als wir morgens aufwachten, regnete es und wir mussten uns überwinden weiterzufahren, da es auch nicht sonderlich warm war. Nach einem morgentlichen Kaffee packten wir das Zelt und unsere sieben Sachen zusammen und machten muns auf den Weg zu den Masuren. Wir wählten den kürzesten Weg - die Landstrassen. Was ich anfangs als gute Idee hielt, enpuppte sich später als gefährliche Realität. Hunderte von Lastwagen rasten wenige Zentimeter an uns vorbei und im Dauerregen bekamen wir eine Wasserdusche nach der anderen ab. Nach zwei Stunden Landstrasse musste wir eine Pause einlegen, da es verdammt anstrengend war das Rad mit dem Gepäck und bei diesem Wetter permanent im Gleichgewicht zu halten. Die Gegend zwischen Lochow und Kolno war nicht besonders belebt - ausser der Landstrasse. Wir wollten irgendwo eine Möglichkeit finden trocken einige Minuten Rast zu machen, um mich etwas zu erholen. Dieses taten wir schliesslich an einer Bushaltestelle, die mir zumindest vor dem Regen Schutz bot.
Gegen Mittag lies der Regen etwas nach, die Strasse war aber dennoch naß und die LKW´s nahmen verständlicher Weise auch keine Rücksicht auf einen Radfahrer. Also fuhren wir stur gerade aus. Abends sind wir dann endlich in Kolno angekommen. Ein kleines Städtchen bzw. ein größeres Dorf.
Da es gegen Abend aufgehört hatte zu regnen und die Sonne den Anschein machte, sich für längere Zeit blicken zu lassen, beschlossen wir wieder das Zelt aufzubauen und die Nacht draußen zu verbringen. Das klingt natürlich nicht nach Erholung nach so einer Strapatze, aber wir waren ja nicht hier um einen all inklusiv Urlaub am Strand zu verbingen, sondern um mit dem Rad einen Teil Osteuropas zu entdecken und mit der Natur zu Leben.