Auf den folgenden Seiten habe ich meine Erfahrungen von meinen Radtouren niedergeschrieben und Berichte über wissenswertes rund ums Radfahren. Über Kommentare, Anregungen und Kritik freue ich mich natürlich auch.
Am nächsten Morgen haben wir nach einem reichhaltigen Frühstück unsere Rädergesattelt und sind zu unserem 1., großen Etappenziel aufgebrochen. Wir fuhren an einer gut ausgebauten Straße entlang und gelangten kurz vor Jürmala wieder auf den Radweg der R10. In Jürmala angekommen, dachten wir, wir wären in einer anderen Welt. Die Häuser dieser Stadt sind wirklich unwirklich. Zumindest in dieser Dichte. Auf der Strandseite fanden wir bis zu Innenstadt Jürmals Straßenzüge mit wunderschönen Häusern aus dem letzten Jahrtausend - besser gesagt aus der Gründerzeit. Außergewöhnlich viele davon sind auch sehr liebevoll restauriert worden. Inmitten dieser schönen Straße wollten wir aber den bekannten Strand von Jurmala erobern und fuhren zum NAchteil unserer Ketten und unserer Schaltungen ein paar Kilometer am Strand entlang. Ein herrliches Gefühl von Freiheit kam in uns auf.
Nach einem kleinen Essen fuhren wir gegen Mittag weiter nach Riga. Die Wege dorthin waren sehr gut ausgebaut, sodass das Vorankommen recht gemütlich war. Am späten Nachmittag waren wir in Rigas Innenstadt angelangt. Die die Anreise auf der Brücke über die Daugava hatte schon einen eindrucksvollen Einklang auf das, was uns erwartete.
Unsere 1. Tat in Riga war der Gang zur Touristen Information. Wir benötigten nämlich ein Zimmer und das gestaltete sich nicht so einfach, da es Wochenende war und die Innenstadt ausgebucht schien.
Jedoch bekamen wir ein Hotel empfohlen, welches nur 10 Minuten zu Fuß von der Innenstadt entfernt war und pro Nacht nur 25 Euro kosten sollte. Das klang nicht schlecht. Also buchten wir es. Als wir an dem Hotel ankamen erwartete uns schon ein junger Mann, russischer Abstammung. Wir fragten, wo wir die Räder abstellen könnten. Er sagte, wir sollten sie mit aufs Zimmer nehmen. Ok dachten wir. Jedoch war das Zimmer im 3. Stock und es gab keinen Aufzug. Er packte sich ein Fahrrad und ich nahm meines. Es ging alles relativ zügig. Wir konnten noch nicht einmal unser Gepäck von den Rädern nehmen. Oben angekommen brauchte ich ersteinmal eine Pause. Das Zimmer war ordentlich und einigermaßen sauber. Für € 25 kann man auch kein 4 Sterne Hotel erwarten.
Nach einer Dusche haben wir uns in die Altstadt von Riga begeben, da wir einen Bärehunger hatten. Wir konnten uns gar nicht entscheiden, welches Restaurant wir zu erst besuchen sollten. Schliesslich haben wir uns für ein kleines Restaurant in einer Seitenstraße vom Marktplatz gesetzt und super leckere, lokale Spezialitäten ausprobiert und wurden nicht enttäuscht. Wie allen Touristen wurde uns natürlich auch das Old Hansa empfohlen, aber dieses Restaurant haben wir uns für den nächsten Tag aufgehoben.
Nach dem essen haben wir noch etwas das Nachtleben genossen. Da wir zwei Tage in Riga bleiben wollten, mussten wir ja am nächsten Tag nicht aufs Rad steigen. Also konnten wir die Stadt in vollen zügen geniessen.