Auf den folgenden Seiten habe ich meine Erfahrungen von meinen Radtouren niedergeschrieben und Berichte über wissenswertes rund ums Radfahren. Über Kommentare, Anregungen und Kritik freue ich mich natürlich auch.
Da ich in zwei Tagen 180 km gefahren war und eigentlich meiner Zeit voraus war. hatte ich mir am Abend überlegt, dass ich noch einen Umweg über Padova unternehmen könnte. Ich suchte mir also die beste Strecke dazu heraus und fuhr gegen 8.30 Uhr los. Nach ca. 20 km merkte ich, dass ich mich verfahren hatte und musste wieder ca. 15 km in die entgegengesetzte Richtung. die gesamte Fahrt nach Padova lief entlang einer stark befahrenen Landstrasse. In den letzten Tagen hatte ich das Gefühl, dass die Autofahrer gegenüber Radfahrern sehr vorsichtig und rücksichtsvoll sind. Dieses Bild änderte sich auf der Landstrasse. Teilweise wurde ich, obwohl die Fahrbahn breit genug war, mit nur 50 cm Abstand von einigen Autos überholt. Ein echter Nervenkitzel....
Für diesen Tag hatte ich nun 100 km gefahren und Padova erreicht. Als ich den Stadtkern sah, habe ich vor Begeisterung fast vergessen zu treten. Für mich atemberaubend. Auf dem Weg in die Stadt war mir, ca. 400 m vom Stadtkern in einer Nebenstrasse entfernt, ein kleines 2* Hotel aufgefallen. Also fuhr ich dahin zurück. ein alter, sympatisch aussehender Mann öffnete mir die Tür. er konnte weder englisch noch deutsch sprechen. Dafür aber französisch. Mit Händen und Füssen haben wir dann um den Zimmerpreis für eine Nacht gehandelt. Der kleine Kerl war so sympatisch und vertrauensvoll, dass ich den vielleicht etwas überhöhten Preis gezahlt habe. Mein Fahrrad konnte ich in seinem Zimmer unterstellen. Hier, so meinte er, würde es gut schalfen können. Hey, mein Fahrrad schläft nie...
Nachdem ich geduscht hatte, boin ich gleich in die Stadt gelaufen, um etwas zu essen und um mehr von der Stadt zu sehen. Ich war wirklich beeindruckt. Eine quirrlige Stadt mit aussergewöhnlich schönen und gut gepflegten/ restaurierten Gebäuden. Hier sah man sofort, dass diese Stadt eine der reichsten und ältesten Städte Italiens ist. Aufgrund der vielen Kirchen, machte es den Anschein, dass hier jeder Einwohner eine eigene Kirche hat.
Als es dunkel wurde, wurde die Stadt in einer wirklich tollen Kulisse beleuchtet. Hier wurde Weihnachten celebriert. Nach vier Stunden Stadtrundgang waren genug für den Tag.