Auf den folgenden Seiten habe ich meine Erfahrungen von meinen Radtouren niedergeschrieben und Berichte über wissenswertes rund ums Radfahren. Über Kommentare, Anregungen und Kritik freue ich mich natürlich auch.
Nach einer erholsamen Nacht haben wir uns das kleine Städtchen angesehen. Hier konnte man noch viele Gebäude entdecken, die die deutscher Herkunft erahnen liessen. An vielen Häusern standen die Aufschrift in altdeutscher Schrift: Kohle- oder Eisenwarenhandel.
Wir suchten uns ein schönes Plätzchen nahe eines kleinen Flusses, der durch Silute führte, um zu frühstücken. In der Sonne verbrachten wir einige Zeit und genossen unsere bisherige Tour, die wir bisher mit aboluter Begeisterung und Abenteuerlust verbracht hatten.
Gegen frühen Mittag machten wir uns auf nach Kleipeda. Die Strecke dorthin war gut ausgebaut und wir entdeckten nach wenigen Kilometern das Meer, an dem wir entlang fuhren. endlich war die Ostseeküste erreicht und wir genossen die Fahrt. Gegen Nachmittag machten wir eine kurze Rast am Strand um eine Kleinigkeit zu essen. Leider verloren wir uns etwas an der schönen Natur, sodass wir erst am frühen Abend nach Kleipeda weiter fuhren. Aber es war ja nicht mehr weit bis dorthin...dachten wir....
Die letzten Kilometer bis Kleipeda waren von unserem Weg aus nur über eine Schotterpiste zu erreichen. Es war wie ein Deja vu, aber gut, da mussten wir durch. Endlich an der Stadtgrenze von Kleipeda angekommen fragten wir eine ältere Dame, wie weit es bis ins Stadtzentrum wäre und ob sie uns ein Hotel empfehlen könnte. Sie sagte, dass wir immer gerade aus fahren müssten und nach ca. 16 km in der Innenstadt wären. Hotels kenne sie aber keine.
Die Aussenbereiche von Kleipeda waren nicht sehr ansprechend und die Radwege an der stark befahrenen Strasse eher schlecht, als recht. Gegen 19 Uhr hatten wir dann endlich das Stadtzentrum erreicht. Ein Mix aus Kommunister Zeit, moderne und Gebäuden aus der Hanse Zeit erwarteten einen hier. Der Tourismus scheint hier zu boomen. Wo man hinhörte oder sah, waren deutsche Touristen, die hier Urlaub machten. Hierhin führte die Fähre von Lübeck/ Rostock. Dieses begründete die vielen Deutschen. Wir machten uns auf die Suche nach einem Hotel, was sich etwas schwierig gestaltete, da diese entweder ausgebucht waren oder gleich 4 **** Hotels sind. Wir sprachen ein paar jüngere einheimische an, ob sie eine Unterkunft hier in der Nähe kennen würden. Zu unserer Überraschung waren diese Menschen so hilfsbereit, dass sie eine Bekannte, die ein Apartementhaus führte anriefen und für uns ein Zimmer buchten. Das Haus war nur wenige Meter von der Innenstadt entfernt und war in einer Gegend untergebracht, in der nur sanierte Fischerhäuser standen. Besser konnten wir es gar nicht haben. Das Zimmer war sehr groß mit Kücheund allem drum und dran und unsere Fahrräder gut untergestellt. Somit beschlossen wir, zwei Nächte dort zu verbingen, um uns etwas von den letzten Tagen zu erholen und neu Kraft zu tanken.
Kleipeda ist wirklich eine nette, moderne und zugleich traditionelle Stadt, die auf jedenfall einen Besuch wert ist.